WELCHE ROLLE SPIELT DIE INSTANDHALTUNGS­RÜCKLAGE BEI WOHNUNGSVERKAUF?

Die Höhe der Instandhaltungsrücklage ist nicht nur für den Verkäufer, sondern auch für den Käufer von entscheidender Bedeutung. Viele Verkäufer möchten wissen, was beim Wohnungsverkauf mit der Instandhaltungsrücklage geschieht.

DIE HÖHE DER INSTANDHALTUNGSRÜCKLAGE SOLLTE ANGEMESSEN SEIN

 

Der Gesetzgeber verpflichtet die Eigentümergemeinschaft eine angemessene Instandhaltungsrücklage, genannt auch Instandhaltungsrückstellung zu bilden (WEG § 21 Abs. 5 Nr. 4). Die Höhe der eingesparten Instandhaltungsrücklage hat Einfluss auf den Wert der Eigentumswohnung. Dabei sollte der Zustand des Gemeinschaftseigentums und die anstehenden Renovierungen in Betracht gezogen werden.

 

ENTWICKLUNG DER INSTANDHALTUNGSRÜCKLAGE

 

Die Instandhaltungsrücklage wird vom Eigentümer zusammen mit dem restlichen Hausgeld monatlich überwiesen. Über die Entwicklung der Instandhaltungsrücklage gibt der Verwalter in der Jahresabrechnung Auskunft. Beim Verkauf einer Eigentumswohnung wird die Instandhaltungsrücklage an der Verkäufer nicht ausgezahlt, sondern sie geht an den neuen Käufer über.

 

INSTANDHALTUNGSRÜCKLAGE IM KAUFVERTRAG BEZIFFERN

 

Es ist empfehlenswert die Höhe der Instandhaltungsrücklage in dem Kaufvertrag zu beziffern. Dies ist vom Vorteil für den Käufer, bei der Zahlung von Grunderwerbsteuer. Denn die Grunderwerbsteuer bezieht sich auf den erworbenen Grundbesitz und die Bezifferung der Instandhaltungsrücklage im Kaufvertrag führt zur Minderung der Grunderwerbsteuer. Diesen Vorteil sollte sich kein Käufer entgehen lassen.